Medikamente
Bei bakteriellen Lebensmittelvergiftungen kommen Antibiotika zum Einsatz.
Eine Lebensmittelvergiftung kann verschiedene Ursachen haben, häufig sind allerdings Bakterien für die Symptome verantwortlich. Je nach Ausmaß der Erkrankung kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz. Leidet der Betroffene nur unter leichten Beschwerden, ist die Gabe von Aktivkohle meist ausreichend, bei Fieber und krampfartigen Schmerzen empfiehlt sich zudem Paracetamol. Treten starke Symptome einer Lebensmittelvergiftung auf, beispielsweise wenn eine große Menge von kontaminierten Lebensmitteln aufgenommen wurde, kann die Einnahme von Antibiotika notwendig werden. Durch Antibiotika wird der Körper bei der Zerstörung der Bakterien unterstützt und das Risiko von Komplikationen wird deutlich geringer. Bei gering ausgeprägter Symptomatik verzichten Ärzte gern auf die Verordnung von Antibiotika, da die Einnahme häufig mit Nebenwirkungen im Bereich des Magen-Darm-Trakts verbunden ist.
Bei Botulismus wird die Gabe eines Gegengifts notwendig.
Zu den schwersten Formen der Lebensmittelvergiftung gehört der Botulismus. Hier sind fast immer verdorbene Konserven schuld, die Symptome sind deutlich intensiver als bei einer Lebensmittelvergiftung durch Bakterien und lösen zudem Lähmungserscheinungen aus. Botulismus muss zunächst mit einem Antitoxin behandelt werden, im Krankenhaus bekommt der Patient dieses Gegengift direkt in die Venen gespritzt. Parallel hierzu ist die Gabe von Abführmitteln, wie beispielsweise Lactulose sinnvoll, um die kontaminierten Speisen und Giftstoffe schnellstmöglich aus dem Körper zu bekommen. Wird der Arzt recht zeitnah nach dem Verzehr des Gifts alarmiert, kann auch eine Magenspülung angewandt werden. Auf diese Weise kann das Gift mitunter an der Verbreitung in den Darmtrakt gehindert werden.
Eine Lebensmittelvergiftung durch Pilze wird je nach Ausmaß der Symptome behandelt.
Ist eine Lebensmittelvergiftung durch Pilze verursacht worden, ist die Behandlung abhängig von der Art des Pilzes und von den Symptomen. Bei schweren Pilzvergiftungen, beispielsweise durch den Verzehr von Fliegenpilzen oder ähnlich giftigen Exemplaren muss meist der Magen ausgepumpt werden, im Anschluss kann die Gabe eines Gegengifts erforderlich sein. Bei einer Pilzvergiftung leiden die Betroffenen oftmals unter starken Magenschmerzen, Bewusstseinseintrübungen bis hin zu Halluzinationen und starken Schwindelattacken. Um die Symptome im Bereich des Magen-Darm-Trakts zu lindern, ist die Einnahme von Aktivkohle empfehlenswert. Medikamente welche die Darmtätigkeit verlangsamen sind nicht geeignet, da der verzehrte Pilz und das Gift schnellstmöglich aus dem Körper befördert werden müssen. Bei Kopfschmerzen und Fieber hat sich Paracetamol als Medikament erster Wahl etabliert, da die Nebenwirkungen vergleichsweise gering sind und die Wirkung schnell eintritt. Generell werden Lebensmittelvergiftungen durch Pilze im Krankenhaus behandelt, um der Entstehung von Komplikationen vorzubeugen.
Symptomlinderung durch verschiedene Medikamente möglich.
Eine Lebensmittelvergiftung geht meist mit heftigen, aber schnell abklingenden Symptomen einher, sofern Bakterien für die Erkrankung verantwortlich sind. Bei einer gesunden Person reicht in der Regel die symptomatische Behandlung aus, die Gabe von Aktivkohle, MCP-Tropfen (gegen Übelkeit) und Paracetamol gegen Fieber und Schmerzen verschafft den Patienten schnell Linderung. Bei heftigen Symptomen mit Fieber kann meist nicht mehr auf Antibiotika verzichtet werden, die Bakterien müssen schnellstmöglich bekämpft werden, um dem Patienten Linderung zu verschaffen. Die Krankheitsdauer bei einer Lebensmittelvergiftung beträgt durchschnittlich zwei bis drei Tage, die Symptome setzen oft schon wenige Minuten nach dem Verzehr des kontaminierten Lebensmittels ein. Bakterielle Lebensmittelvergiftungen heilen meist auch ohne die Gabe von Medikamenten aus, bei einer Pilzvergiftung oder Botulismus besteht bei ausbleibender Behandlung Lebensgefahr.
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